(Human) Change Basics 2 – die 7 Phasen der Veränderung

(Human) Change Basics 1 – Die 8 Stufen der Transformation
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(Human) Change Basics 3 – Die Change Leader
08.02.2021

Bei einem erfolgreichen Change ist vor allem der Faktor Mensch besonders wichtig. Der Fokus in der Veränderung sollte immer auf den Mitarbeitenden in einem Unternehmen liegen – die Prozesse und Strukturen folgen in der Betrachtung erst auf Platz zwei.

Um dir ein Bild eines erfolgreichen Change-Prozesses zu machen, in dem Menschen richtig eingebunden sind, schau in diesem Blogartikel aus der Reihe „Human Change“ vorbei: „Die 8 Stufen der Transformation“

Hier geht es um die wortwörtliche Reise, die ein Mensch in der Veränderung durchmacht – in 7 einzelnen Phasen. Sicherlich kennst du die Phasen der Trauer, an dessen Anfang der Schock nach einer großen Veränderung steht. Trauer entsteht bei einem Change zwar nicht, dennoch steht für viele Menschen der Verlust von Vertrautem im Vordergrund. Halte dir das immer vor Augen, wenn du dabei bist, Mitarbeitende und Führungskräfte durch einen Change zu begleiten. Das Wissen um das menschliche Verhalten in jeder einzelnen Phase kann dir dabei helfen, Probleme schon im Vorfeld zu erkennen und ihnen richtig entgegen zu wirken. Genau deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die 7 einzelnen Phasen der Veränderung.



Die 7 Phasen der Veränderung – wie reagieren Menschen in den einzelnen Phasen?

1.     Die Phase des Schocks

Wie bereits erwähnt steht an erster Stelle die unmittelbare Reaktion auf einen (drohenden) Verlust. Menschen reagieren deshalb oft negativ – oder gar nicht, und verfallen in einen apathischen Zustand. In beiden Fällen kommt es zu einer ablehnenden und sehr passiven Haltung der Veränderung gegenüber.


2.     Die Phase der Verneinung

Die Ablehnung steigert sich in der zweiten Phase dann in eine völlige Anti-Haltung. Jegliche Veränderung wird boykottiert. Wer jetzt versucht, Druck zu machen, wird sicherlich schnell scheitern. Kommunikation ist hier das A und O – schau dir dazu den Blogartikel zum Change-Prozess an, um genau zu wissen, wie du hier handeln solltest.


3.     Die Phase der Einsicht

Erst jetzt beginnt die Auseinandersetzung mit der eigentlichen Veränderung. Zwar nach wie vor skeptisch: „Digitalisierung schön und gut, aber …“, dennoch werden erste Dinge positiv wahrgenommen. Vor allem die Vorteile für die eigene Person (Zeit-, Aufwand-, Komplexitäts-ersparnis) werden neugierig betrachtet. Im Gefühlshoch werden die eigenen Kompetenzen für die zukünftigen Herausforderungen als „gut“ eingeschätzt. Es wird daher leider oft übersehen, dass neue Prozesse auch neue Fähigkeiten benötigen.


4.     Die Phase der Akzeptanz

In dieser Phase wird die Veränderung sowohl emotional als auch rational akzeptiert und in aller Regel nicht mehr mit großer Skepsis betrachtet. Durch die Vergegenwärtigung der unweigerlich in Kraft tretenden Veränderung wird plötzlich auch eines klar: Die Kompetenz, die man in seiner bisherigen Position zeigen mussten, sind möglicherweise nicht deckungsgleich mit den Kompetenzen, die man in Zukunft zeigen muss.


5.     Die Phase des Ausprobierens

Jetzt wird es aktiv! Nach der (oft etwas dämpfenden) Erkenntnis der letzten Phase, beginnen viele Menschen damit, sich selbst auf die Probe zu stellen. Sie setzen sich aktiv mit der Veränderung auseinander, suchen ihren Platz und beginnen, sich selbst und ihre Kompetenzen neu zu erfinden. Dass man hier auch mal falsch abbiegt, ist ganz klar und gehört dazu. Wichtig ist vor allem, dass man sich offen mit neuen Aufgaben und Anforderungen auseinandersetzt.


6.     Die Phase der Erkenntnis

Wenn klar ist, was die neuen Aufgaben sind – und die Kompetenz dahingehend erprobt wurde – entsteht schließlich die Erkenntnis, an welchen Stellen man sich selbst weiterentwickeln muss. Denn da kommt man in einem Change in den seltensten Fällen drum herum. Durch diese Erkenntnis steigt aber die Initiative und Menschen wollen sich weiterentwickeln.


7.     Die Phase der Integration

Nach der ersten Auseinandersetzung mit neuen Aufgaben und Anforderungen sowie dem Erwerb neuer Fähigkeiten, beginnt die Routine im Umgang mit der nicht mehr ganz so neuen Situation. Mit der Zeit wird die Veränderung zum Alltag und Menschen nehmen sie als neuen Alltag wahr. Zumindest so lange, bis der nächste Change kommt …


Im nächsten Teil der (Human) Change Basics Reihe erfährst du, wie du echte Helden der Veränderung erkennst und sie als Change-Leader in deinem Transformationsprozess etablieren kannst. Schau rein!

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